Mittwoch, 31. August 2011

Anne Voorhoeve: Einundzwanzigster Juli


Am 21. Juli 1944 ändert sich für die 14-jährige Fritzi und ihre gesamte Familie schlagartig das Leben. Denn ihr Onkel ist der Hauptausführende des misslungenen Attentates auf Hitler vom 20. Juli. Die Nachricht über die Beteiligung der eigenen Familie an dieser Verschwörung macht sie zunächst fassungslos, ist sie doch in den zwei Jahren zuvor durch Propaganda und Indoktrination in der Hitlerjugend in Ostpreußen zur naiven Anhängerin nationalsozialistischer Ideologie geworden. Kein Mitglied der Familie wird im weiteren von Verfolgung und Sippenhaft ausgenommen, es beginnt eine wahre Irrfahrt quer durch Deutschland, geprägt durch den Aufenthalt in verschiedenen Lagern unter schrecklichen Bedingungen, bei der Fritzi zahlreiche erschütternde Wahrheiten und bittere Tatsachen erkennt.
Eingebettet in den tatsächlichen geschichtlichen Kontext zeichnet das Buch die Rache des nationalsozialistischen Regimes an den Familien der Attentäter und parallel dazu die innere Entwicklung Fritzis - einer geschichtlich erfundenen Gestalt - von einer naiven Anhängerin Hitlers zu einer klaren Gegnerin. Auf Wunsch der Familie von Stauffenberg wurde der Name im Buch in von Lautlitz geändert, die am Ende des Buches abgedruckten vergleichenden Stammbäume lassen aber die Zusammenhänge klar erkennen.
Ein bewegendes und fesselndes Buch, das mit Tatsachentreue die Ungeheuerlichkeit und Schrecken dieser Zeit nahebringt und zeigt, dass Mut in der Bemühung um das Gute und Menschlichkeit sich lohnen. Ein empfehlenswertes Buch.

Dienstag, 2. August 2011

Mitch Albom: Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen

An seinem 83. Geburtstag kommt Eddie bei einem tragischen Unfall ums Leben. Im Jenseits begegnet er fünf Menschen, die in seinem Leben jeweils eine entscheidende Rolle gespielt haben. In einer eindrucksvollen Rückschau auf seine persönliche Geschichte lehren sie ihn, sich mit seinem Schicksal zu versöhnen und zeigen ihm den verborgenen Sinn in einem nur scheinbar bedeutungslosen Dasein. Mitch Albom hat mit »Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen« ein erstaunliches Buch vorgelegt, das auf ganz neue und dabei höchst unterhaltsame Weise mit der Frage nach dem Sinn des Lebens umgeht. Diese zeitlose und kluge Geschichte spendet Trost und lässt hoffen in einer ungemütlichen, an Äußerlichkeiten orientierten Zeit.
"Ein wunderschönes, kluges Buch, das zum Nachdenken anregt."
Roman, Glodmann-Verlag, Taschenbuch - die beste Lektüre im Sommerurlaub!