Am 21. Juli 1944 ändert sich für die 14-jährige Fritzi und ihre gesamte Familie schlagartig das Leben. Denn ihr Onkel ist der Hauptausführende des misslungenen Attentates auf Hitler vom 20. Juli. Die Nachricht über die Beteiligung der eigenen Familie an dieser Verschwörung macht sie zunächst fassungslos, ist sie doch in den zwei Jahren zuvor durch Propaganda und Indoktrination in der Hitlerjugend in Ostpreußen zur naiven Anhängerin nationalsozialistischer Ideologie geworden. Kein Mitglied der Familie wird im weiteren von Verfolgung und Sippenhaft ausgenommen, es beginnt eine wahre Irrfahrt quer durch Deutschland, geprägt durch den Aufenthalt in verschiedenen Lagern unter schrecklichen Bedingungen, bei der Fritzi zahlreiche erschütternde Wahrheiten und bittere Tatsachen erkennt.
Eingebettet in den tatsächlichen geschichtlichen Kontext zeichnet das Buch die Rache des nationalsozialistischen Regimes an den Familien der Attentäter und parallel dazu die innere Entwicklung Fritzis - einer geschichtlich erfundenen Gestalt - von einer naiven Anhängerin Hitlers zu einer klaren Gegnerin. Auf Wunsch der Familie von Stauffenberg wurde der Name im Buch in von Lautlitz geändert, die am Ende des Buches abgedruckten vergleichenden Stammbäume lassen aber die Zusammenhänge klar erkennen.
Ein bewegendes und fesselndes Buch, das mit Tatsachentreue die Ungeheuerlichkeit und Schrecken dieser Zeit nahebringt und zeigt, dass Mut in der Bemühung um das Gute und Menschlichkeit sich lohnen. Ein empfehlenswertes Buch.